Sonstiges

Entlastung für pflegende Angehörige (Verhinderungspflege)

Gönnen Sie sich als Angehörige/r Entlastung, sei es, um sich zu erholen und neue Kraft zu schöpfen oder bedingt durch eigene Erkrankung! Einmal jährlich bis zu 4 Wochen oder stundenweise übernehmen die Pflegekassen die Kosten für Vertretung durch professionelle Pflegekräfte (bis zum Betrag der Pflegestufe 3).

Zusätzliche Betreuungsleistungen

Für die Entlastung pflegender Angehöriger, die Menschen mit Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz betreuen, können nach Anerkennung durch ein Gutachten des Medizinischen Dienstes niedrigschwellige Betreuungsangebote bis zu einem Betrag von 200,00 € im Monat gefördert werden. Zusätzlich hat dieser Personenkreis einen Anspruch auf Sachleistungen der Pflegeversicherung bzw. Pflegegeld in Pflegestufe 0 und einen erhöhten Sachleistungs- bzw. Geldanspruch in den Pflegestufen I und II, sowie ggf. auf Verhinderungspflege und Schulung der pflegenden Angehörigen.

Schulung für Angehörige und private Pflegepersonen

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Pflegekassen können wir dazu beitragen, die immensen Belastungen pflegender Angehöriger in der häuslichen Umgebung zu mindern. Wir bieten Ihnen individuelle Anleitung in der häuslichen Umgebung an und in Einzelfällen die Vorbereitung der Entlassung aus dem Krankenhaus, der Kurzzeitpflege, dem Pflegeheim.

Ergänzende Hilfen

Zusätzlich zu unseren Leistungen können weitere Hilfen sinnvoll sein, wie z.B. Physiotherapie, Ergotherapie, Hilfsmittel, Tagespflege, Hausnotruf, Fußpflege oder ähnliches.

Wir beraten Sie gerne und sind auf Wunsch bei Antragstellung und Vermittlung behilflich.

Was kommt an Kosten auf Sie zu?

Nicht alles was notwendig ist wird auch von Kranken- und Pflegekassen finanziert.

Falls keine Befreiung von der Krankenkassen-Zuzahlung vorliegt, berechnet die gesetzliche Krankenkasse ihren Versicherten für die ersten 28 Einsatztage der Behandlungspflege im Kalenderjahr und für jede Verordnung des Arztes einen Eigenanteil.

Im Rahmen der notwendigen Hilfen bei Grundpflege, Hauswirtschaft oder / und Betreuung kann der Hilfebedarf größer sein als er durch die Pflegeversicherung finanziert wird. In dem Fall muss der Restbetrag bei Bedarf privat aufgebracht werden. Sollten Sie nicht in der Lage sein, diese Mehrkosten aufzubringen, kann unter Umständen ein Antrag beim Amt für Soziale Dienste gestellt werden. Wir beraten Sie gerne und sind auf Wunsch bei der Antragstellung behilflich.

Die von der Pflegeversicherung übernommenen Kosten der Pflegesachleistungen dürfen keine Investitionskosten (z.B. Miete der Geschäftsräume, Büroausstattung, Anschaffung und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen usw.) berücksichtigen. Diese (geringen) Kosten werden von uns anteilig privat in Rechnung gestellt.

Unsere Pflege-Rufbereitschaft steht rund um die Uhr - 24 Stunden täglich, 7 Tage wöchentlich - zur Verfügung. Es ist ausschließlich examiniertes Pflegepersonal im Einsatz. Wenn wir in pflegerischen Notfällen zu Ihnen nach Hause kommen, entstehen Kosten, die wir in der Regel nur privat berechnen können.

Wenn wir Schlüssel benötigen, um in die Wohnung / ins Haus zu kommen und den Hausbesuch überhaupt durchführen zu können, entsteht ein nicht zu unterschätzender planerischer / organisatorischer Aufwand, der über die Vergütung der Regelleistungen nicht abgedeckt ist.

Kleine Handreichungen wie z.B. Lüften, Rollläden öffnen/schließen, Briefkasten leeren, Haustiere füttern/versorgen, Gartenarbeiten, Blumen gießen, Glühbirnen wechseln, Batterien von Fernbedienung wechseln oder ähnliches gehören generell nicht zu den Kranken- und Pflegekassenleistungen, können aber auf privater Basis vereinbart werden.

  • Übrigens:
    Sie können bis zu 20 % der Kosten (max. 4.000,00 €) für die Inanspruchnahme von Pflege- und Betreuungsleistungen oder ähnlichen haushaltsnahen Dienstleistungen, die Sie privat zahlen, in Ihrer Einkommensteuer-Erklärung geltend machen.